„Wir sind Meister!“ – Graduierung deutscher MBA-Studenten in Florida

 

Stolz und Freude spiegeln sich in den Gesichtern der zwölf deutschen MBA-Absolventen wieder, die in schwarze Talare gekleidet und dem traditionellen Barett auf dem Kopf im Festsaal der University of West Florida (UWF) ihre Plätze eingenommen haben. Es ist Samstag, der 29. Juni 2007, um 16 Uhr Ortszeit in Pensacola, Florida.

Als habe er bis zuletzt mitgefiebert, öffnet der Himmel über West Florida pünktlich zur Graduierung seine Schleusen zu einem subtropischen Platzregen, während drinnen 22 Monate intensiven Studierens von den Schultern der Absolventinnen und Absolventen fallen.

Die Absolventinnen und Absolventen des Abschlussjahrgangs 2007 (v.l.n.r.):
Obere Reihe: Gabriella Dori, Esther Hoffmann, Berit Schmitt, Reinhard Frank, Anne Oehlschläger, Heiko Kern, Marielle Ehrmann.
Untere Reihe: Joachim von Hunnius, Daniel Bosch, Stefan Hauck, Metin Isiker.
Am Tag der Feier leider verhindert, und daher nicht im Bild: Klaus-Felix Borchmann.

Nur die vorderen Reihen des festlich hergerichteten Saales sind besetzt, denn der Weg nach West Florida ist für die meisten Freunde und Verwandte zu weit. Eine Video-Live-Übertragung via Internet sorgt jedoch dafür, dass auch von Europa aus viele Augen auf das Geschehen gerichtet sind. So kann auch Klaus-Felix Borchmann, der aus privaten Gründen Pensacola vorzeitig verlassen musste und daher leider nicht selbst an der Graduierungsfeier teilnehmen kann, der Feier vom heimischen Baden-Württemberg aus beiwohnen.
Brig. General Michael L. Ferguson gibt den Anwesenden in seiner Eröffnungsrede mit seinen „ABCs of success“ einige gute Ratschläge für eine erfolgreiche Zukunft mit auf den Weg:

 

„A: Always have a dream or a plan.
Not just a business plan, but a life plan, that encompasses selfless service. […]
B: Be committed.
Take a stand! […] We’ve got enough people running around in the world, that don’t know what they want or what they stand for. And you stand for something good. So take a stand in what you do.

Zur Graduierungsfeier aus Deutschland angereist, übernimmt Prof. Dr. Gerhard Raab als geschäftsführender Professor des Transatlantik-Instituts (TI) der Fachhochschule Ludwigshafen das Wort. „Investment in knowledge pays the best interest rate.” Ausgehend von diesem Zitat von Benjamin Franklin weist er im Folgenden auf die Relevanz von Bildung und dem Konzept des lebenslangen Lernens hin. Er hebt in seiner Rede auch insbesondere den interkulturellen Aspekt des MBA-Programms am TI hervor.

Neun der insgesamt zehn Kurse wurden freitags und samstags am TI in Ludwigshafen von US-amerikanischen Professoren unterrichtet. Nun, zum abschließenden Kurs „Strategic Management“, kamen die Studenten für dreieinhalb Wochen auf den Campus ihrer Universität nach West Florida.

Kein Lehrbuch und keine noch so lebendige Vorlesung könne die direkte Erfahrung einer anderen Kultur auch nur annähernd ersetzen, so Raab.

„ By authority delegated to me by the faculty and the board of trustees, I confer upon each of you the Master of Business Administration Degree to which you are entitled, and welcome you to this ancient and honorable company of scholars.” Mit diesen feierlichen Worten besiegelt Dr. Richard Podemski, Associate Vice President of Research und Dekan der Graduate Studies der UWF, die Verleihung des akademischen Grades des Master of Business Administration an die zwölf Absolventinnen und Absolventen.

Dr. Timothy O’Keefe, Associate Dean und MBA Director, gerät während seiner Abschlussworte leicht aus dem Konzept, als die frisch gebackenen MBAs beginnen, sich ausgiebig untereinander zu beglückwünschen und um den Hals zu fallen, und es dauert einen guten Moment, bis wieder Ruhe einkehrt und Dr. O’Keefe die Zeremonie offiziell beenden kann.