Das Projekt Bank und Jugend im Dialog wird in Kooperation mit der Diakonie
Krefeld - Viersen als Langzeitprojekt durchgeführt. Wie die anderen Projekte
basiert auch diese Untersuchung auf dem verhaltenswissenschaftlichen Forschungsparadigma.
Wesentliches Merkmal des zu entwickelnden Konzepts ist ein institutioneller
Ansatz. Bisherige Konzepte der Verbraucherpolitik und Verbrauchererziehung
werden im Allgemeinen nur von einer Institution – der Schule oder der
Verbraucherberatung oder der Schuldnerberatung etc. getragen. Eine aktive
Einbindung aller beteiligten Institutionen und insbesondere der Unternehmen
bzw. Banken erfolgt bislang nicht. Die Gründe dafür liegen zum einen
in den Berührungsängsten der sozialen Einrichtungen gegenüber
der Wirtschaft, zum anderen in Vorbehalten der Wirtschaft gegenüber den
sozialen Institutionen.
Im Interesse einer effektiven Verbrauchererziehung ist es unumgänglich, dass alle Beteiligten gemeinsam Konzepte entwickeln und realisieren. Damit verbunden ist die Notwendigkeit einer aktiven Mitarbeit aller Beteiligten. Das im Rahmen des Projektes „Bank und Jugend im Dialog“ entwickelte Konzept soll dazu konkrete Wege aufzeigen.
Ziel und Anlage der Studie
Folgende Ziele werden durch das Projekt verfolgt:
Der gewählte konzeptionelle Ansatz verbindet die Ebenen des Wissens (kognitive Ebene), der Gefühle (emotionale Ebene) sowie die Ebene des Verhaltens und der Verhaltenskontrolle (instrumentelle Ebene). Für alle drei Ebenen sollen entsprechende Inhalte erarbeitet und später vermittelt werden.
Vor diesem Hintergrund wird ein Methodeninstrumentarium konzipiert, das sich aus unterschiedlichen Elementen zusammensetzt. Bestandteile dieses Methodeninstrumentariums sind Vorträge von Vertretern der Bank, der Schuldner- und Verbraucherberatung, Informationsunterlagen von Bank und Schuldnerberatung, Gruppenarbeit und Rollenspiele der Jugendlichen zu konkreten Alltagssituationen sowie die Bearbeitung von Fragebögen zur Selbstreflexion der Jugendlichen über ihre Einstellungen, Wünsche und Handlungsweisen im Umgang mit Geld. Der konkrete Ablauf umfasst sechs Phasen.
Ergebnisse
Die folgenden Darstellungen geben einen kurzen Auszug aus den Ergebnissen wieder, die bei der Umsetzung des Konzepts „Bank und Jugend im Dialog“ gewonnen wurden. Sie beziehen sich auf Befragungen, deren Ziel es war, mögliche Veränderungen in den Einstellungen und Verhaltensweisen Jugendlicher im Umgang mit Geld nachzuweisen.
In das Projekt eingebundene Schüler wurden zu zwei Zeitpunkten befragt.
Gegenwärtig liegen die Daten von insgesamt 181 Schülern im Alter
zwischen 15 bis 19 Jahren vor. Von diesen Schülern konnten bisher 67
an der zweiten Befragung teilnehmen. Hier einige Ergebnisse:

Quelle: Raab, G. (2001): Überschuldung und Geldsozialisation.
In: M. Neuner & G. Raab (Hrsg.): Verbraucherinsolvenz und Restschuldbefreiung.
Baden-Baden: Nomos.

Quelle: Raab, G. (2001): Überschuldung und Geldsozialisation.
In: M. Neuner & G. Raab (Hrsg.): Verbraucherinsolvenz und Restschuldbefreiung.
Baden-Baden: Nomos.
Viele andere Ergebnisse weisen in dieselbe Richtung: Die Teilnehmer entwickelten durch die im Rahmen des Projektes entwickelten Maßnahmen kritischere Einstellungen zu Krediten sowie einen bewussteren Umgang mit Geld.
Publikationen
Ausführliche Ergebnisse der Studie finden sich in:
Peters, Helmut / Raab Gerhard (Hrsg.) (2004): Bank und Jugend im Dialog. 2.
Auflage. Oberhausen: Athena.
Raab, Gerhard (2001): Überschuldung und Geldsozialisation. In: M. Neuner
& G. Raab (Hrsg.): Verbraucherinsolvenz und Restschuldbefreiung. Baden-Baden:
Nomos.
Peters, Helmut / Raab, Gerhard (Hrsg.) (2000): Bank und Jugend im Dialog.
Oberhausen: Athena.
Steckbrief:
Projektverantwortung und -durchführung: Prof. Dr. Gerhard
Raab; Helmut Peters
Leitung: Prof. Dr. Gerhard Raab
Kontakt: Prof. Dr. Gerhard Raab, Tel.: 0621-5918510
Laufzeit: ab Februar 1998
Finanzierung: Sparkasse Krefeld, Volksbank Krefeld, Arbeitskreis
Schuldnerberatung Krefeld
S I T E M A P
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Transatlantik-Institut
Turmstraße 8
67059 Ludwigshafen am Rhein
Tel.: 0621/59185-10
Fax: 0621/59185-33
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