Kaufsucht in Deutschland

 

Wie hat sich das unkontrollierte und süchtige Kaufverhalten in Deutschland entwickelt und welche Implikationen lassen sich daraus ableiten?

Gegenstand des von der Sparkassen-Finanzgruppe (Wissenschaftsförderung und Beratungsdienst Geld und Haushalt) geförderten Forschungsprojekts ist es, die Entwicklung und Verbreitung des unkontrollierten und „süchtigen“ (pathologischen) Kaufverhaltens zu untersuchen und damit an eine im Jahr 1991 und 2001 durchgeführte repräsentative Untersuchung anzuknüpfen (Längsschnittuntersuchung). Die Untersuchung im Jahr 2001 wurde bereits von der Sparkassen-Finanzgruppe finanziell gefördert. Die Ergebnisse dienen, in Ergänzung der bisher vorliegenden Forschungserkenntnisse, einem besseren Verständnis der Verbreitung und Entwicklung dieses Verhaltens in Deutschland. Darüber hinaus sollen mögliche Implikationen zur Förderung der Finanz- und Konsumkompetenz und zur Vermeidung (Prävention) des unkontrollierten und „süchtigen“ Kaufverhaltens aufgezeigt werden.

 

Die Thematik des unkontrollierten und „süchtigen“ Kaufverhaltens hat in den letzten Jahren große Beachtung in der Wissenschaft (z. B. Medizin, Psychologie, Wirtschaftswissenschaft) und der Öffentlichkeit erfahren. Dies begründet sich aus der Verbreitung und den negativen Folgen dieses Verhaltens für die Betroffenen und die Gesellschaft (z. B. Verschuldung, Überschuldung). Dabei ist das Forschungsprojekt eingebunden in zwei zur gleichen Zeit laufende Forschungsprojekte und repräsentative Untersuchungen in Dänemark (Prof. Dr. Lucia Reisch, Copenhagen Business School) und Österreich (Prof. Dr. Karl Kollmann, Wien).

 

Wesentliche Forschungsarbeiten zum unkontrollierten und „süchtigen“ Kaufverhalten wurden seit Ende der 1980er Jahre unter der Leitung und Mitarbeit von Prof. Dr. Gerhard Raab geleistet und publiziert (siehe Veröffentlichungen).